Racing Rahel
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- Category: Motor
- Created on Monday, 30 May 2011 13:56

Hoch über Monaco an einem warmen Frühlingstag. Oben, am legendären Col de Turini, wo bei der Rallye Monte Carlo bereits 1911 auf Mitinitiative von Fürst Albert I. die ersten Rennwagen um die Wette fuhren, rasten auch schon Legenden wie Rauno Aaltonen, Walter Röhrl und Carlos Sainz um die gefürchteten Kurven.
Auch heute gibt es Motorenlärm. Wie Kugelblitze donnern sonderbar viele rote und weiße Autos gleicher Bauart vorbei. Es sind brandneue Audi RS3, die von internationalen Journalisten zum ersten Mal offiziell getestet werden dürfen. Ich bin dabei, sitze in einem dieser – Rennautos? Nein, es ist offiziell ein sportlicher Kompaktwagen, alltagstauglich, als Sportback mit Heckklappe, vier Türen, ganz vernünftig. Trotzdem, es will so Manches nicht zu einem Normalo passen. Allein schon die Leistungsdaten nicht: 340 PS, 250 km/h Spitze (ab Werk erst mal abgeregelt). Wer will, kann aber auch die volle Packung bekommen und dem Motor
freie Fahrt lassen, dann liegt der RS3 mit annähernd 280 km/h in Sachen Speed gleichauf mit einem Porsche Cayman. Nicht, dass ich von mir behaupten würde, schlecht Auto zu fahren. Auch vertrete ich nach wie vor leidenschaftlich den Standpunkt, dass Männer besser fahren als Frauen. Doch jetzt, hier in Monte Carlo, ist gerade kurz mal alles anders. Audi hat als Markenbotschafterin nämlich eine Frau mitgeschickt, der ich gerne das Steuer überlasse: Rahel Frey heißt sie, 25 Jahre alt, Rennfahrerin. Ich rutsche auf den Beifahrersitz, Rahel darf fahren. Und das tut sie sogleich, kommentiert nach den ersten Kurven schon ihren ersten freudigen Gefühlsausbruch: „Wow, das ist wirklich ein Super-Auto, ich bin begeistert!“ Ihr gefällt besonders die Abstimmung von sehr direkter Lenkung, Fahrwerk und Dynamik. Um das zu erfahren, ist die Strecke natürlich traumhaft.
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