Rührende Altagshelden
- Details
- Category: Kochen
- Created on Thursday, 02 February 2012 10:00
In nicht mehr ganz taufrischer Ripp-Unterwäsche hockt er vor dem Fernseher, zappt sich durch sämtliche Sportsendungen und drängt Frauchen, doch endlich mal mit der frisch zubereiteten Mahlzeit rüberzuwachsen. Ein Bild aus alten Zeiten: Der Mann mit Bierfahne und Küchen-Tourette hat ausgedient. Heute schwingt er selbst den Kochlöffel – und sei es nur zur Imagepflege ...

Eigentlich ein Wahnsinn, wie einschneidend sich die Rollenverteilung der Geschlechter in den letzten zwei Jahrzehnten veränderte. Während Männer hinterm Herd einst als Weicheier galten, gehört selbst anpacken in der Küche heute zum guten Ton. Weshalb das starke Geschlecht plötzlich seine Liebe zum Braten, Rühren und Brutzeln entdeckte, hat viele Gründe. Zum einen liegt die aktuelle Scheidungsrate in der Bundesrepublik bei stolzen 39 Prozent. Da bleibt dem „ganzen Kerl“ im besten Alter (im Schnitt hat der Deutsche zum Zeitpunkt der Trennung 44,7 Lenze auf dem Buckel) gar nichts anderes übrig, als zum Abbau des Spannungsfeldes Mann- Küche konstruktive Beiträge zu leisten. Die Alternativen – Fertiggerichte oder tägliches Auswärtsspeisen – stehen oftmals nicht zur Debatte: Sie sind in Zeiten hoher Euro- Inflation und stagnierender Löhne schlicht und ergreifend zu teuer. Das Gleiche gilt für ewige Junggesellen und jene, die beim Weibsvolk zwar gut ankommen, sich aber nicht und nicht zum Tragen von Ehe- oder Partnerschaftsjoch durchringen können.
... lesen Sie mehr in der Februar Ausgabe von Penthouse


































