Rockige Frischzellenkultur
- Details
- Category: Musik
- Created on Thursday, 02 February 2012 10:00
Mit körnigen Überraschungen verblüfften die Mannen aus Bakersfield zum Jahresende 2011 ihre weltweite Fangemeinde: Zum einen stand schlappe 13 Monate nach dem letzten Longplayer „Remember Who You Are“ schon wieder ein neues Korn-Album in den Plattenläden. Zum anderen entfernten sie sich auf „The Path of Totality“ so weit von ihren Rock- und Metal-Wurzeln, wie noch niemals zuvor. Der Mix aus harten Gitarrenriffs und trendigen Dubstep-Rhythmen spaltet die Hörerschar, Band- Gründungsmitglied James „Munky“ Shaffer bezieht zur Kontroverse in PENTHOUSE exklusiv Stellung.

Skrillex, Feed Me, Noisia: Namen, die Dubstep-Jünger in den siebten Himmel versetzen, Korn-Liebhaber allerdings zum Schmoren in der Hölle verdammen. Doch genau diese Electronic-Music-Künstler holten sich die vier Kalifornier, um mit deren Sounds ihren neuen Silberling (den zehnten insgesamt) förmlich zu durchtränken. Vom Opener „Chaos Lives in Everything“ bis zum finalen Song „Bleeding Out“ kannten die US-Rocker kein Pardon und zogen ihr Experiment – sehr zum Missfallen eingefleischter Fans – gnadenlos durch. Auf Online-Blogs ist von „Industrial-Kacke“ und dem „Ausverkauf an den Mainstream“ zu lesen – doch wie sieht’s einer der dafür Verantwortlichen? PENTHOUSE traf Korn-Urgestein James „Munky“ Shaffer und hakte nach.
PENTHOUSE: Allein der Titel „The Path of Totality“ lässt große Ambitionen erahnen. Was soll er eigentlich bedeuten?
MUNKY SHAFFER: Um eine Sonnenfinsternis in all ihrer Herrlichkeit erleben zu können, muss man sich an bestimmten Punkten auf unserem Planeten aufhalten – und genau diese Punkte nennt man The Path of Totality. Zum Album passte es, da wir das Gefühl hatten, dass die Zusammenarbeit aller involvierten Musiker zum genau richtigen Zeitpunkt passierte und damit etwas Einzigartiges, etwas Absolutes geschaffen wurde.
Schön und gut, doch weshalb habt ihr euch zwecks Aufnehmen des „perfekten Albums“ dermaßen weit von dem entfernt, was Korn im Grunde ausmacht?
MUNKY SHAFFER: Alles begann, als mir Jonathan Davis, unser Frontman, der auch als DJ jobbt, einige Skrillex-Tracks vorspielte, die ihm nicht mehr aus dem Kopf gehen wollten. Und nach längerem Hinhören stellte ich fest – hey, das ist die übertriebene Electronic-Version dessen, was wir machen. So sprang der Funke über und wir entschieden uns, die Herausforderung anzunehmen. Eine weise Entscheidung: Denn schon lange habe ich Jonathan nicht mehr so enthusiastisch im Studio gesehen.
Soll das heißen, dass Sie die Aufnahmen für typische Korn-Alben wie dem letztjährigen „Remember Who You Are“ als langweilig empfanden?
MUNKY SHAFFER: Nein, auf keinen Fall. Aber mittlerweile sind wir alle verheiratet und Familienväter, ein Reifeprozess hat in unseren Köpfen eingesetzt. Da war es an der Zeit, sich weiterzuentwickeln und etwas Neues zu probieren.
... lesen Sie mehr in der Februar Ausgabe von Penthouse


































