Fahren wie Papst Benedikt
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- Category: Motor
- Created on Thursday, 03 November 2011 15:59
Himmlisch gleiten wie der Papst in der Geländesänfte – im November liefert Mercedes-Benz die neue M-Klasse aus.
Es handelt sich um die bereits dritte Generation des Sport Utility Vehicles (SUV), das 1997 an den Start ging. Die zweite Ausgabe wurde 2005 vorgestellt, auch sie wurde im US-Werk von Mercedes-Benz in Tuscaloosa im Bundesstaat Alabama gebaut. Waren SUV vor Jahren noch ausgesprochene Nischenmodelle, sind sie heute längst salonfähig und erfreuen sich großer Beliebtheit. Allein in Deutschland wurden im vergangenen Jahr mehr als 300.000 neue SUV zugelassen, zehnmal so viele wie vor zehn Jahren. Von dieser Entwicklung profitierte natürlich auch die M-Klasse, die den Image-Wandel mit eingeleitet hat. „Mit ihr hat Mercedes-Benz als Erster gezeigt, wie man aus einem Spezialisten fürs Grobe ein multifunktionales Allround-Talent mit erstklassigen Manieren machen kann“, schwärmt Dr. Uwe Ernstberger, Leiter Programm-Management der M-Klasse. Unsere Heiligkeit, Papst Benedikt, liebevoll auch „Papa Ratzi“ genannt, muss sich freilich noch mit seinem bisherigen Modell ML 430 begnügen. Gerüchte, wonach er noch dieses Jahr auf die brandneue M-Klasse umsteigt, haben sich beim Deutschlandbesuch zerstreut. Immerhin musste der Papst diesmal nicht mehr im Leukoplastbomber fahren. Bei seinem ersten Besuch 1972 in Erfurt, damals hieß er noch weltlich Joseph Ratzinger, hatte sich der einstige Theologieprofessor nämlich in einen Trabi quetschen müssen. Sein Fahrer war da gerade wissenschaftlicher Assistent an der einzigen Hochschule für katholische Theologie in der DDR. Auch er stieg mittlerweile beruflich auf und war jetzt sein offizieller Gastgeber – Erfurts Bischof Joachim Wanke. Papst Benedikts Vorgänger, Johannes Paul II., war seinerzeit bei den Audienzen noch in einem offenen Fiat Campagnola unterwegs – ungeschützt wie in einem Cabriolet. Beim Attentat am 13. Mai 1981 wurde er durch Schüsse schwer verletzt. Den offenen, relativ spartanisch ausgestatteten Wagen benutzte er trotz des hohen Sicherheitsrisikos weiter, bei Auslandsbesuchen kamen allerdings von nun an nur noch Modelle mit Panzerglaskuppel zum Einsatz. Seit 2007 verwendet Papst Benedikt auch für die Audienzen ausschließlich ein Panzerglaskuppel-Fahrzeug, einen umgebauten Offroad-Klassiker, den Mercedes G 500. Weltweit gibt es rund 60 Papamobile der unterschiedlichsten Hersteller.
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